Sonntag, 10. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste - das Korsett

Alternativer Titel wären Frustnähen oder Therapeutisches Nähen.

Ich habe den Rock für die Tonne genäht. Was ich genau gemacht habe, weiß ich nicht - aber es passte hinten und vorne nicht. Fazit: neuer Stoff bestellt.
Damit ich aber wieder ein Erfolgserlebnis habe, setzte ich mich an Frau O.'s Ballkleid. Geschafft habe ich heute dann das Korsett-Futter. Es besteht aus zwei Lagen schwarzer Baumwolle. Zwischen diese beiden Lagen werden später die Stäbe eingeschoben und insgesamt wird es mit dem eigentlichen Kleid verstürzt, so dass ich letzten Endes wieder ein dreilagiges Korsett erhalte.
Der Schnitt ist derselbe wie der zum Kleid - logischerweise.
Meine einzelnen Korsett-Paneele nähe ich wie folgt zusammen:

An die vordere Mitte hefte ich die nächste Paneele an, indem ich Futter rechts auf rechts aufs Futter und Innenfutter rechts auf rechts aufs Innenfutter hefte und dann feststeppe.


Dann klappe ich die angenähte Paneele um, bügel die Naht aus und steppe sie knappkantig ab.

Und parallel zu dieser Naht kommt ein Tunnel für einen Stab.

Ich setze im Vergleich zu Kaufkorsetts ziemlich viele Stäbe ein. In dieses Korsett kommen insgesamt 18 Stäbe bei gerade mal 7 Paneele. Daher steppe ich pro Paneel noch den ein oder anderen Tunnel für einen Stab auf.

In die Vorderhälfte kommen vier Flachstahl-Stäbe, um den Bauch wirklich flach zu modellieren (auch wenn Frau O es nicht braucht).

An meiner Püppi drapiert sieht es nun wie folgt aus:


Bei Zeiten wird dann der Stab angelängt und das eigentliche Kleid zugeschnitten. Es geht voran!

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