Donnerstag, 13. Juni 2013

And then she does hex

Pratchett-Fans werden sofort wissen: HEX ist die leistungsstarke Rechenmaschine der Scheibenwelt, die unter anderem mit Ameisen arbeitet (ich verweise hier nur auf den „Anthill Inside“-Aufkleber, der nicht zu verwechseln ist mit dem „Intel Inside“-Kleberchen, der vermutlich auf euren Rechnern daheim klebt), die im Zuckerrausch durch Rohre laufen.

Anhänger des Volks- und Aberglaubes aber schreien vielleicht gleich: „Hexe, Hexe!“ und die emsigsten unter ihnen möchten auch schon den Scheiterhaufen schichten. Einen zündfähigen Ballen Reisig sollte man sowieso immer im Hexen-Angriff-Überlebens-Köfferchen dabei haben.
 
Ich kann euch aber ein wenig beruhigen: in meinem Wahnsinn habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, Bienenwaben als Arbeitsspeicher zu verwenden (auch wenn ich dies im Abstraktum für gar nicht mal so wahnsinnig halte), um HEX aus der Scheiben- in die unsrige Welt zu holen.
Auch verfüge ich über keine magischen heil- oder unheilbringenden Kräfte. Über die nicht magischen möchte ich mich an dieser Stelle mal nicht auslassen.
Unter all den vielen Sprachen, die ich mal lernte und zum Teil auch noch beherrsche (in ein paar Jahren mache ich mal eine Europa-Rundreise und frische alle Sprachen wieder auf), ist Griechisch leider nicht dabei. Vielleicht einmal später, wenn ich in Rente bin. Aber ein paar Brocken beherrscht man eben doch (ebenso wie Latein, wenn man des Deutschen, Englischen, Französischen und Spanischen mächtig ist) – und so weiß ich, dass das Wort „hexa“ das griechische Äquivalent (hui, und schon wieder ein Fremdwort, dessen Bedeutung man einfach kennt:  es ist der lateinische Ausdruck für „gleichbedeutend“) zum deutschen „sechs“ ist.
Und ich denke, den meisten ist jetzt klar, was ich nun mache. Ich nähe mir einen Quilt per Hand – aus Sechsecken (griechisch: Hexagon). Dabei bediene ich mich der english paper piecing - Methode.

Dazu stelle ich aus als erstes Karton eine sogenannte Fensterschablone her. Das innere Hexagon entspricht der fertigen Größe, die die Hexagone im Quilt haben werden. Das äußere Hexagon ist das Schnittmuster für den Stoff, also inkl. Nahtzugaben. Die Innenkante wird für die Papierhexagone verwendet (die ich später mittig auf die aus Stoffen hefte) .





Momentan hänge ich am Zuschnitt der Papiervorlagen fest. Ich halte mich jetzt schon für wahnsinnig, denn ich möchte mir eine riesige Kuscheldecke für die Couch machen. In den Farben Grün und weiß (evtl. mit schwarzen Akzenten).  Da ich auf großen Flächen keine kleinen Muster mag, haben meine Hexagone den netten Vorteil, dass sie eine Kantenlänge von jeweils 5cm haben.
Geplant ist, dass ich wirklich alles per Hand nähe. Damit ich dies auch total entspannt (mal schauen, ob ich dabei entspannt bin…) auf der Couch beim gemeinsamen Serien-Abend mit meinem lieben Technikfraggel nähen kann. Oder wenn ich mal wieder beim Arzt im Wartezimmer sitze (ich hoffe, dass dies nicht allzu oft vorkommen wird) oder wenn ich mal wieder ins Krankenhaus muss (was hoffentlich erst recht nicht vorkommen wird). Abzusehen ist schon mal, dass das ein Langzeitprojekt werden wird. Ich glaube aber, dass dies eine gute Abwechslung und Alternative dazu ist, mir Kleidung zu nähen, die ich nicht mag.

Ich habe übrigens beim Herumgogglen zu dem Thema eine Seite gefunden, die ich euch nicht vorenthalten mag:  http://englishpaperpiecing.jimdo.com

Kommentare:

  1. Oh, hab ich dich angesteckt? Oops. :D

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  2. :) ich schieb dir ne große Portion Motivation für dieses Langzeitprojekt rüber

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  3. Dann wünsche ich dir viel Durchhaltevermögen!
    Und ich freu mich drauf, erste Sechsecke zu sehen :-)
    Wenn du keine Lust mehr auf die Papierdinger hast, kannst du ja auch einfach schon mit dem Stoff anfangen. Die Schablonen werden ja rausgenommen, sobald alle sechs Kanten vernäht sind und du kannst sie wiederverwenden. Also brauchst du nicht so viele Pappen wie Stoffsechsecke, wie in manchen Anleitungen steht (eine Anleitung in einem Buch von mir beginnt mit den schönen Worten "Schneiden Sie 3564 Sechsecke aus Pappe aus" Da hat man direkt Lust, anzufangen).
    Und eine Kantenlänge von 5cm klingt wahrlich sehr nervenschonend, kann mir den Effekt mit den grossen Flächen sehr schön vorstellen.
    Ja, vielleicht sollte ich meinen auch mal weiternähen, wird ja sonst nie was...

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    1. *gnihihi* Mit dem Zuschnitt des Stoffes habe ich auch schon direkt angefangen, nachdem ich gefühlt 100 Sechsecke zugeschnitten habe. Ich denke mal, zum Wochenende hin wird es die ersten Bilder geben :)

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